Der Weg zur Freiheit

man-21136_640   Freiheit ist Mut zu mir selbst

“Mein Dentist – der Zahnarzt nur für mich” – Diese Aufschrift, am Schild des Fahrradständers einer Zahnarztpraxis,  erweckte, mit seinen großen Lettern, meine Aufmerksamkeit.

Welche Botschaft sollte mir das Schild der Zahnarztpraxis vermitteln?
Dass dieser Zahnarzt nur für mich allein zur Verfügung steht und sein Interesse ausschließlich mir und meinen Zähnen gewidmet ist?
Nur für mich allein kann kein Zahnarzt eine Praxis betreiben.
Deshalb ist dieses “nur für mich” eine leere Floskel. Eine Aussage, die nichts bedeutet, aber mich ködern soll.

Dieses “mein”  und  “nur für mich” ist in den letzten Jahren beliebig geworden. Was noch nicht meins ist, ist zumindest in irgendeiner Weise unverzichtbar oder ein “must have”:

…mein Deo, Aftershave, Smartphone, Schokoriegel, Möbelhaus, Automarke, TV-Sender…
alles meins, nur für mich!
Wichtig sind natürlich auch mein Beruf, mein Status/ meine Stellung, meine Familie, mein ICH…
Zumindest nach außen hin muss es passen.

Weshalb ist es so wichtig, dass dieses “mein” und “nur für mich” so sehr betont wird?
(Dass es nicht wirklich um mich persönlich geht, sollte doch hoffentlich jedem klar sein.)
Es geht um die Identifikation mit Dingen, um das Einlullen des Egos. Um das Gefühl der Wertigkeit, das hier gezielt benutzt wird.
Wenn du dies und das kaufst/ hast, dann gehörst du dazu. Dann bist du hipp, modern, komplett.  Dann kannst du dich gut fühlen.

Doch was bin ich selbst wert – einfach nur als Mensch so wie ich bin…?
Ohne all die Äußerlichkeiten, den Glanz, der mich umgeben soll, so wie er auch die anderen umgibt, denen ich mich zeige oder zeigen möchte.
Bin ich nicht gut genug, so wie ich bin, mit meinen Fehlern und Schwächen?
Mit meinem, mir eigenen Äußeren, meinem Besitz, meinem Beruf, meiner Stellung in der Gesellschaft?
Bin ich nicht genug wert ohne all die Äußerlichkeiten? Fühle ich mich nur gesellschaftsfähig, wenn ich mich mit all diesen, angeblich unverzichtbaren, Dingen identifiziere?

Warum?
Bilde ich mir ein, dass ich nicht gut genug bin, wenn ich authentisch bin? Wenn ich einfach ich selbst bin?
Wo bleibt meine Authentizität? Habe ich Angst, nicht anerkannt zu werden, nicht dazugehören zu dürfen, oder sogar als Außenseiter abgestempelt zu werden? Messe ich meinen Wert und den Wert meiner Mitmenschen an dem was Sie vorgeben zu haben, zu machen, zu sein?

Machen wir uns bewusst, wie und was wir tatsächlich leben wollen!
Will ich mir die Freiheit nehmen, zu sein wie ich bin – oder die Unfreiheit so zu leben, wie ich denke, dass es erwartet wird.

Wir sind nicht mehr die Kinder, denen eingeredet wurde wie sie zu sein haben. Wie sie sich verhalten sollen, was in der Schule oder von den Eltern erwartet wird. Nein, wir sind erwachsen geworden und frei so zu leben, wie wir selbst möchten.
Frei genug, endlich alten Ballast abzuwerfen und den Mut aufzubringen, so zu sein wie wir wirklich sind.

Wovor fürchten wir uns?
Wovor fürchten sich unsere Mitmenschen?
Möglicherweise ist es die Angst, dass Authentizität geächtet wird.
Aber wenn ich den Mut aufbringe, mein ehrliches Ich zu leben, wieder mich selbst zu sein, dann bin ich so stark, dass ich genau dafür geachtet werde.

Bin ich authentisch, so strahlt mein Wesenskern durch.
Ich bin unabhängig von der Meinung anderer.
Das ist Freiheit!
Ich lebe meinen Frieden, meine Selbstachtung, meinen Respekt vor dem Leben
und dem “SO SEIN”.

 

 

 

 

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