PARTNERSUCHE

couple-168191_640

           Ich möchte nicht mehr allein sein

Partnersuche ist oft mit Enttäuschungen verbunden.
“Wie kann ich endlich den passenden Partner finden?” werde ich in meiner Praxis immer wieder gefragt. Viele Menschen möchten nicht gern allein sein. Sie wünschen sich eine feste Beziehung und können nicht verstehen, weshalb ausgerechnet sie keinen Partner finden.
Oft wurden schon alle möglichen Versuche unternommen dieses unfreiwillige Alleinsein zu ändern. Doch falls überhaupt eine Bemühung Hoffnung zuließ, kam schon bald das böse Erwachen bzw. die Ent(täuschung).

Unfreiwilliges Alleinsein betrifft Menschen jeden Alters (besonders zwischen Anfang 30 bis Anfang 50). In dieser Altersgruppe leben die meisten Menschen, (die nicht freiwillig allein sind) in festen Beziehungen (oder waren zumindest bereits in einer).
Umso unvollständiger empfinden sich die „Alleingebliebenen“.

Betrachten wir viele gute Partnerschaften rückblickend, haben sich die Paare „zufällig gefunden“.
Die Begegnung war eine Art Fügung. Nicht das Ergebnis von etwas, das geplant, gesucht oder gemacht wurde.
Doch warum haben manche Menschen so viel Glück, oft sogar schon bald nach einer Trennung, wieder einem neuen Partner über den Weg zu laufen?
Wenn wir uns verlieben, passiert dies über unsere Sinne. Es „passiert“ unbewusst, eine Art sechster Sinn ist in uns aktiv geworden.

Wie ist das möglich?
Richtungsweisende Eingebungen erleben wir dann, wenn wir entspannt sind und unser Gehirn nicht mit Stress belasten. Wir müssen uns leer machen, im Jetzt leben, den Augenblick erleben. Solange uns die Gedanken überfluten, sind unsere intuitiven Antennen eingefahren. Die Gedanken überdecken unsere Intuition. Entscheidend ist, dass wir aufhören zu grübeln.

Das ist so einfach gesagt…
Von meinen Klienten weiß ich:
Viele Frauen verstärken ihren Schmerz noch, indem sie sich regelmäßig Herz-Schmerz-Filme- und Fernsehserien angucken oder Liebesromane lesen.
Männer lenken sich eher mit sportlichen Aktivitäten ab.
Ein weiterer Tröster sind Süßigkeiten, Essen, Alkohol, Zigaretten, Sozial Media
oder Partnerbörsen.
Beide Geschlechter stürzen sich gerne in Arbeit.
Aber sonntags, wenn die vielen Paare und Familien unterwegs sind, kommt meist der große Frust, das Selbstmitleid, die Selbstzweifel.

Um mich aus der Misere des frustrierenden Alleinseins zu befreien, ist es ratsam, mich aufzuraffen und in mich hinein zu horchen, was ich wirklich will.
Auch muss ich lernen, gerne mit mir allein zu sein.
Mein Alleinsein nicht als Mangel oder Manko zu begreifen, sondern als eine Chance.
Eine Chance mich zu entwickeln.
Bei Frauen tickt oft die biologische Uhr und die nervenden Fragen nach der Familiengestaltung.
Da muss ich lernen mich abzugrenzen. Mich nicht dem Drang beugen, mich rechtfertigen zu müssen.
Wir leben in einer modernen Gesellschaft, in der es nicht mehr zwangsläufig zur weiblichen Vollständigkeit gehört, eine Familie zu gründen. Auch wenn ich den Kinderwunsch habe, ist das meine Privatsache.

Wenn ich es aushalte, mit mir allein zu sein, lerne ich mich wirklich kennen. Ich weiß dann um meine wahren Bedürfnisse und fühle mich nicht mehr unvollständig, wenn ich keinen Partner habe.
Erst wenn ich es gelernt habe, mich selbst wahrzunehmen und mich von meiner Einsamkeit, die ich spüre, nicht mehr abzulenken, dann ist es mir möglich, eine gute Partnerschaft einzugehen. Und dann werde ich, intuitiv, ohne zu suchen, dem richtigen Partner für mich begegnen.

Wenn ich etwas ändern möchte, muss ich handeln.
Aber nicht, indem ich mich krampfhaft bemühe, endlich den passenden Partner zu finden. Besser, indem ich mir jemanden suche, der mir dabei helfen kann, mich zu finden.
Jemand der mich begleitet auf dem Weg, zu meiner Reise zu mir selbst.
Damit ich mir selbst genügen lerne, und selbstbewusst einem Partner begegnen kann.

 

 

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.


*