Welche Schule für mein Kind?

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Die beste Schule für mein Kind

Jedes Kind hat seine eigene Persönlichkeit. Auch Geschwisterkinder ähneln sich in ihrem Charakter nur selten, so wie die Neigungen und Begabungen vieler Geschwister oft unterschiedlich sind. Jedes Kind, mit seiner ihm eigenen Persönlichkeit , bedarf im Grunde einer individuellen Erziehung. Auch wenn es Familienregeln gibt. Nicht jede Schule ist deshalb auch für jedes Kind gleich gut geeignet. Und nur der Umstand, dass es Geschwisterkinder sind, muss kein Grund sein, dass alle Kinder einer Familie, die selbe Schule besuchen. Es gibt nicht „die Schule“ für alle Kinder.

Eltern gehen oft von ihrer eigenen (früheren) Schulpersönlichkeit aus und übertragen ihre Vorstellungen vom optimalen Lernen oder der optimalen Ausbildung auf die Kinder.

Beispiele:
Nur weil ich selbst, in meiner Schulzeit, Probleme mit der Benotung hatte, und die Ängste vor Klassenarbeiten und Prüfungen noch immer spüren kann, möchte ich für meine Tochter unbedingt einen Platz an einer alternativen Schule, da ich Noten als ungerecht und belastend empfinde. Doch möglicherweise ist dieTochter ein anderer Typ. Sie liebt Herausforderungen, möchte sich mit anderen messen und dies gerne auch in einer Benotung unter Beweis stellen.

Eine Mutter möchte, für ihren schüchternen Sohn, einen Platz an der Montessori-Schule. Obwohl es für ihn warscheinlich besser wäre, die Grundschule in der Nachbarschaft zu besuchen, in die auch seine Kita-Freunde und die Nachbarskinder gehen.

Ein Vater lehnt von vorn herein alternative oder freie Schulen ab, weil er der Meinung ist, dort wird zu wenig gefordert und man müsse sich im Leben durchkämpfen. Obwohl für eines seiner Kinder eine solche Schulart womöglich die einzig wirklich geeignete Schule wäre.

Bei der Schulwahl sollten Eltern sich ehrlich und gewissenhaft fragen und überlegen, welche Schule am besten zu ihrem Kind passt, und nicht vorrangig, welche Schule sie selbst am besten finden. (Aus welchen Gründen auch immer.) Dann würden sich oft viele spätere Konflikte und Schwierigkeiten vermeiden lassen.
Trotzdem kann man es nicht immer verhindern, dass es schulische Schwierigkeiten gibt. Seien Sie ein aufmerksamer Beobachter und verlassen Sie sich nicht darauf, dass die Schule sie rechtzeitig und richtig informiert, wie es um den tatsächlichen Leistungsstand ihres Kindes bestellt ist. (Die Einschätzungen und Anforderungen sind oft sehr unterschiedlich.)
Vieles, was Eltern in den ersten Jahren der Grundschulzeit nicht auffällt oder was sie noch nicht wichtig nehmen, rächt sich in den späteren Jahren.

Ein aufmerksames Beobachten und Kontrollieren der schulischen Aufgaben, ohne zu kritisieren oder ständig zu tadeln, aber mit rechtzeitiger Hilfestellung bzw. Hilfsangeboten, sind in den Anfangsjahren der Schulzeit oft von entscheidender Bedeutung.
Versuchen Sie trotzdem möglichst (Schul-)Stress zu vermeiden, und gönnen Sie ihrem Kind genügend Spiel- u. Freizeit.

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