Zukunftssorgen

boy-340313_640    Zukunftssorgen – was können wir dagegen tun?

Da läuft doch etwas völlig in die falsche Richtung:

Die Berliner Feuerwehr muss sparen, deshalb werden die Krankenwagen zukünftig noch länger zum Patienten brauchen.
Seit Jahren nimmt die Zahl der Alarmierungen im Rettungsdienst zu. Das liegt u. a. daran, dass die Bevölkerungszahl wächst, es mehr alte Menschen, Touristen, sowie mehr Verkehr auf den Straßen gibt.

Würde die Berliner Feuerwehr arbeiten wie bisher, um die Eintreffzeiten wenigstens zu halten, bräuchte sie, nach eigenen Angaben, 24,5 zusätzliche Rettungswagen, mindestens sieben zusätzliche Rettungswachen und 294 zusätzliche Stellen. Das würde zusätzliche Kosten in Höhe von 17 Millionen Euro verursachen. Würde Berlins Feuerwehr eine Idealversorgung gewährleisten, wären Investitionen von jährlich rund 100 Millionen Euro in Löschautos, Rettungswagen und Stellen nötig.

Doch der Landesbankdirektor rechnet die Zahlen nach unten, es soll drastische Einschnitte geben…

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Die traditionsreiche deutsche Supermarktkette KAISERS, aus der Tengelmann-Gruppe, steht vor dem Aus. Insgesamt 451 Kaisers- u. Tengelmann-Märkte sollen an EDEKA verkauft werden.
Dort werden bisher fast 16.000 Mitarbeiter beschäftigt, mehr als ein Drittel davon in Berlin. (Außerdem übernimmt EDEKA die Online-Tochter Tengelmann E-Stores mit dem Ziel, es in die Tochter NETTO zu integrieren.)

Wie konnte es dazu kommen?
Die Kette (Kaisers/Tengelmann) ist, mit einem Marktanteil von 0,6%, zu klein um im Markt eine Chance zu haben. Große Unternehmen verschaffen sich Wettbewerbsvorteile und nutzen ihre Marktmacht, um besonders günstige Einkaufspreise zu erzielen.

Ob die Mitarbeiter auf Dauer bleiben können, ist fraglich.
Nur für die Filialleiter besteht eine reelle Chance, sofern sie Risikobereitschaft übernehmen. Sie könnten als selbständige Kaufleute auf eigene Rechnung arbeiten, und dem Konzern, (bei dem es sich um eine Genossenschaft handelt) einen Teil ihrer Einnahmen abführen. Doch diese Option auf Selbständigkeit bedeutet in Wahrheit ein Risiko für die Beschäftigten, durch Niedriglöhne. Außerdem werden in Berlin möglicherweise zahlreiche Filialen geschlossen, die in unmittelbarer Nähe zu Edeka liegen.

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Europa kommt im Kampf gegen die Jugendarbeitslosigkeit nicht voran.
Drei Programme gegen die Jugendarbeitslosigkeit wurden 2012, in der EU, beschlossen:

6 Milliarden liegen für Beschäftigungsprojekte bereit.
Seit Anfang des Jahres ist das Geld abrufbar, aber erst insgesamt 3 Projekte (in Lettland, Italien und Frankreich) wurden bisher genehmigt (!)

Jedem arbeitslosen Jugendlichem unter 25 sollte binnen 4 Monaten ein Job, eine Stelle in einem Beschäftigungsprogramm (!), oder ein Praktikumsplatz angeboten werden. Bisher kann nur Litauen ein Pilotprojekt vorstellen. (!)

Die europäische Kreditbank gewährt Mittelständlern Kredite, wenn sie arbeitslose Jugendliche einstellen. (Sechs Milliarden Euro waren dafür geplant, doch bis Ende August flossen schon 9,7 Milliarden (!) Dies ist bisher das effektivste Programm…

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Sinkende Löhne, Mindestlohndebatten, Burnout, ADHS-Kinder, Auslandsproduktion, Stellenabbau, Massenarbeitslosigkeit, angeblicher Fachkräftemangel, Generation Praktikum, Bildungsmisere, Spekualtionsblasen, Bankenrettungsschirme, etc. etc…
Es dreht sich alles im Kreis.
Aber betrifft es auch uns?

Sich Sorgen machen bringt nichts, außer negativem Stress. Und der macht uns krank.
Auch die Hoffnung, durch das Aufopfern für die Firma, oder das Stressen der Kinder für ein gutes Abitur, könne man sich für die Zukunft wappnen, ist eine trügerische Hoffnung und bringt uns weiteren Stress.

Die Zukunft ist eine ungewisse Angelegenheit.
Deshalb: leben wir jetzt…! Genießen wir das Jetzt. Hören wir auf uns Sorgen zu machen!
Sorgen belasten nur unsere Lebensfreude. Sie haben keinerlei Nutzen oder einen positiven Efekt. Sorgen sind negative Energie, die unsere Psyche belastet und uns nach unten zieht. Auch die Sorge um unsere Kinder ist wenig hilfreich, sondern eine negative Belastung für die Kinder.
Lassen wir unseren Kindern mehr Zeit zum Spielen und Träumen…
Nehmen wir uns selbst mehr Zeit – zum Leben.

Hören wir auf uns etwas vorzumachen.
Es gibt keine Garantie, für niemanden.
Jeden kann es treffen.
Gönnen wir uns die Freude am Leben. Dann haben wir wenigstens gelebt.

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